Ist die Temperatur erhoeht, nicht gleich zu Medikamenten greifen. Denn der Koerper steigert durch Fieber seine Abwehrkraefte
Bis zu einer Temperatur von 39,9 Grad ist Fieber gesund – der Griff zu Fieber senkenden Medikamenten verlängert zumeist die Erkältungsdauer. Forscher haben entdeckt: Mit jedem Zehntelgrad höherer Temperatur steigert der Organismus seine Leistung:
- Er produziert vermehrt Abwehrzellen.
- Er kurbelt den gesamten Stoffwechsel an.
- Er beschleunigt den Herzschlag. Die Abwehrstoffe im Kreislauf zirkulieren schneller.
Dem Fieber geht oft eine Fröstelphase bis hin zu Schüttelfrost mit kalten Händen und Füßen voraus – als ob der Körper Anlauf nimmt, um dann loszuheizen. In dieser Phase ist es wichtig, ihn mit heißen Bädern, Wärmflasche oder Tee zu unterstützen. Nach einigen Stunden geht das Frösteln in Schwitzen über – das Abwehrsystem läuft auf vollen Touren.
Nur wenn die Temperatur auf über 40 Grad steigt, sollte man gegensteuern – zunächst mit lauwarmen Wadenwickeln. Oder einem Wannenbad, dessen Temperatur zu Beginn 2 Grad unter dem Fieber liegt. Dann durch zulaufendes Wasser abkühlen (maximal 20 Minuten drinbleiben). Achtung – nur in Begleitung aufstehen, weil der Kreislauf leicht schlapp macht. Lässt sich das Fieber dadurch nicht senken, zum Arzt gehen.
Und: viel trinken (Mit jedem Grad Fieber braucht der Körper 1 Liter mehr Flüssigkeit).
Quelle: Healthy Living, Ausgabe November 2005
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